Monatsarchiv: Juni 2011

Haftnotiz 104: WorldWideScience

Ich hatte unlängst in meinem Blog zu Vascoda hier und  hier geschrieben. Nun habe ich beim Sortieren meiner Favoriten im Browser das Angebot von WorldWideScience wiedergefunden. Wenn es stimmt, was Wikipedia darüber schreibt, war Vascoda beim internationalen Projekt von WorldWide Science beteiligt. Über die Seite von WWS in den USA kann international nach Literatur und Volltexten zu wissenschaftlichen Informationen gesucht werden:

Wissenschaftliche Informationen weltweit suchen

 Ich gebe zu, ich habe nicht viel Erfahrung mit diesem Portal in der täglichen Arbeit. Wer hat schon selbst Erfahrungen damit gemacht? Wer kennt es schon?

 

Haftnotiz 103: Nordafrika 2.0

Leider nicht im Netz abrufbar sind die folgenden Aufsätze zur Rolle der Sozialen Medien bei den Revolutionen im Norden Afrikas und im Nahen Osten:

Lehmann, Hendrik: Facebooks revolutionäres Gesicht, In: Afrikapost (2011) 2, S. 18-19

Zakrtewski, Guido: Der Siegeszug von Smartphone & Co : mobile High-Tech erobert Afrika, In: Afrikapost (2011) 1, S. 56-58

Haftnotiz 102: Britisches Parlament beschäftigt sich mit Katalogisierungsregeln

Keine Sorge, das war nicht in diesem Jahr 2011, sondern 1849, dass das britische Parlament sich um die Büchersammlung des Britischen Museums kümmerte. Die Bücher waren bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht katalogisiert und deshalb nur unzureichend nutzbar. Einen ganz amüsanten Aufsatz dazu ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “Damals” zu finden:

Kleinschmidt, Harald: Was geschieht mit Voltaire?, In: Damals 43 (2011) 7, S. 72-77

Haftnotiz 101: Kinder und Jugendliche und das Web 2.0 – Literaturtipp

Ganz auf die Schnelle ein Literaturtipp zum Thema Auswirkungen des Web 2.0 auf Kinder und Jugendliche. In der Zeitschrift des Deutschen Jugendinstitut ist dazu aktuell etwas erschienen:

Begemann, Maik-Carsten ; Bröning, Manfred ; Sass, Erich: Gutes böses Netz : Jugend und Web 2.0: Blick auf die Diskurse in Wissenschaft, Politik und Pädagogik, In: DJI-Impulse (2011) 2, S. 26-29

Leider ist nur ein Link auf die Gesamtausgabe des Zeitschriftenhefts möglich.

Nachtrag zu: Haftnotiz 98: Vascoda und virtuelle Fachbibliotheken

Ich bin ja schon etwas erstaunt, über das relativ große Interesse an meiner Meinungsäußerung zu Vascoda un den virtuellen Fachbibliotheken. Natürlich hat Michael Hohlfeld Recht, wenn er in seinem Kommentar bei Lesewolke klarstellt, dass das Vascoda-Portal bereits länger abgeschaltet ist und der Verein im Nachhinein aufgelöst werden soll. Aber um diese Details ging es mir auch nicht.

Vielleicht wurde es in meiner Meinungsäußerung nicht so deutlich. Im alten Vascoda-Portal musste man immer ziemlich oft hin- und herklicken, bis man einen Hinweis fand, in welcher Virtuellen Fachbibliothek man für das eigene aktuelle Thema suchen könnte. Allein diese “Auswahl der ViFa” fand ich für den Benutzer recht umständlich und man benötigte Ausdauer. Ich erinnere mich auch, wie ich oft genug in ”Klickschleifen” – mir fällt kein anderes Wort dafür ein - herumirrte und nicht zu Recherchemasken kam. Ich kann mich irren, aber war da nicht auch eine Suche über die Fachportale?! Jedenfalls fand ich es nicht besonders gut nutzbar, d.h. es war für mich nicht intuitiv.

Man möge mich bitte nicht missverstehen: Ich finde es schade, dass es das Vascoda-Portal nicht mehr gibt. Das Portal erweckte den Eindruck, dass man zuviel auf einmal wollte. Ich bin wirklich kein Freund von Google. Aber der Suchmaschinen-Riese hat doch vorgemacht, was die Nutzer “wollen”: eine einzeilige Suchmaske, in der man alles eintragen kann, was man sucht. Die erweiterte Suchmaske von Google kenne ich natürlich, aber viele kennen und nutzen diese doch gar nicht.

Viele Studenten, an die sich die Virtuellen Fachbibliotheken doch wenden, kennen anscheinend diese nicht. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, wie ich oft genug Aussagen von Studenten zu hören und zu lesen bekomme, zu ihrem Thema gäbe es nichts.

Das mich bitte niemand falsch versteht. Ich finde die Arbeit der ViFas toll und nützlich. Ich frage mich aber auch, warum sie anscheinend nicht ausreichend genug bekannt sind: Gut, alle Bibliotheken müssen im Alltag immer und immer wieder darauf hinweisen. Aber ich möchte meinen Eindruck zur Diskussion stellen: dass die immer unterschiedlich aufgebauten ViFas nicht sehr dazu einladen, mit unterschiedlichen Virtuellen Fachbibliotheken zu arbeiten. Gut, wenn jemand ein bestimmtes Fach studiert, wird er nicht alle anderen ViFas benötigen, aber es würde bei Themenüberschneidungen von Fächern und Fragestellungen wohl dann doch notwendig. Wenn man sich bei einem Fachportal durchgebissen hat, kann man beim Nächsten wieder anfangen. Wieviele Benutzer werden dies tun? Und auf manchem Portal werde ich vom geballten Angebot überfordert. Da sind so viele Suchmöglichkeiten und Zusatzangebote …

Haftnotiz 100: Der Bibliothekar – Mein Filmheld

Mit dem Bild des Bibliothekaren bzw. der Bibliothekarin ist es ja nicht zum Besten bestellt. Auf eine sympathische Art und Weise bricht dieses Bild der Abenteuerfilm um den Bibliothekaren Flynn “The Quest – Jagd nach dem Speer des Schicksals” – am 18. Juni um 20.15 Uhr auf RTL. Es handelt sich um das erste Abenteuer von Flynn. Zwar ist es eine Wiederholung und es ist auch überhaupt kein anspruchsvoller Film, aber es macht einfach Spaß.

Ich hatte bereits 2009 auf Flynn und auf das Bild des Bibliothekaren in der Öffentlichkeit hingewiesen.

Meine 100. Haftnotiz :-D . Wenn das kein Grund zu Feiern ist … mit meinem Filmheld :cool: Flynn …

Haftnotiz 99: Papier vs Digital – Literaturtipp

In der aktuellen Ausgabe der WZB Mitteilungen (2011) 132 ist der folgende Aufsatz zu finden:

Blomert, Reinhard: Festhalten am Papier : warum in Zeiten der Digitalisierung viele nicht auf Print verzichten wollen, S. 46-47

Haftnotiz 98: Vascoda und virtuelle Fachbibliotheken

Bereits Anfang des Jahres wurde leider (!!!) das zentrale Rechercheportal der Virtuellen Fachbibliotheken in Deutschland abgeschaltet. In unserer Zeit, in der Internetnutzer schnell ungeduldig werden, wenn sie mit ein oder zwei Klicks nicht die gewünschte Information finden, war das Finden der richtigen Virtuellen Fachbibliothek über das zentrale Vascoda-Portal leider nicht selbsterklärend und erforderte Geduld. So wurde das zentrale Portal zur Recherche nach wissenschaftlichen Informationen zu einem “nur” Blog bei WordPress. Die Virtuellen Fachbibliotheken existieren glücklicherweise noch – aber aus meiner beruflichen Erfahrung und Kontakt mit Studenten muß ich mich doch fragen, ob Vascoda oder die Virtuellen Fachbibliotheken wirklich ausreichend bekannt sind. Es wird so viel von Medienkompetenz bzw. den Digital Natives erzählt und geschrieben, die ganz selbstverständlich mit den neuen Medien aufgewachsen wären und sie ganz selbstverständlich beherrschen würden. Aber ist die Kompetenz relevante von unrelevanten Informationen zu trennen und wissenschaftlich verlässliche Quellen im Netz zu finden wirklich so selbstverständlich? Da habe ich doch meine Zweifel. Ich möchte damit wirklich nicht falsch verstanden werden. Es soll nicht hochmütig klingen, sondern ich möchte schlicht realistisch sein.

In den Virtuellen Fachbibliotheken werden Aufsätze aus Zeitschriften und Sammelwerken, Monographien, aber auch Online-Texte recherchierbar gemacht. Dann muß ich aber in der Praxis hören, es gäbe nichts zum gesuchten Thema :-( – was schlicht nicht stimmt. Da muß ich sagen, Wikipedia zu nutzen und zu zitieren, reicht nicht aus. Zur Erinnerung für die, denen Vascoda bekannt ist und zur Neuentdeckung empfohlen, hier der Link auf die Übersichtsseite der Virtuellen Fachbibliotheken.

Virtuelle Fachbibliotheken in Vascoda

Aber was meinen Andere? Sollte man die Virtuellen Fachbibliotheken abschaffen – wegen Erfolglosigkeit bzw. Nichtbeachtung durch die Nutzer? Oder sollte man nicht ein Dennoch dagegensetzen und immer wieder darauf hinweisen?

Haftnotiz 97: Plagiate und kein Ende – Radio- und Linktipp

Gestern hörte ich im Radio in der Sendung Westblick auf WDR 5 einen interessanten Bericht über Prof. Dr. Uwe Kamenz der in Münster sich als Plagiatsjäger betätigt und selbst Dissertationen von Politikern aus der Vor-Internetzeit einscannt, um Abschreibern auf die Spur zu kommen. Weiter gibt es Informationen auf der Homepage des Instituts von Prof. Dr. Kamenz.

Haftnotiz 96: Wissensaustausch zwischen den Sprachversionen der Wikipedia

Die Sprachfassungen der Wikipedia sind sehr unterschiedlich, was ihre Größe und Ausdifferziertheit anbelangt. Gregor Franz beschäftigt sich in seinem Aufsatz, wie Wissen zwischen den Sprachfassungen der Wikipedia organisiert werden könnte, um letztlich eine wirklich Welt-Enzyklopädie werden zu können. Leider ist der Aufsatz nicht im Netz abrufbar:

Franz, Gregor: Interlingualer Wissensaustausch in der Wikipedia : warum das Projekt noch kein (Welt-)Erfolg ist und von Möglichkeiten, dies zu ändern, In: Information, Wissenschaft & Praxis 62 (2011) 4, S. 183-190