Das Bild der Bibliothekarin / des Bibliothekaren in den Medien und der Öffentlichkeit

Vero hatte mich gefragt, welches Ansehen Bibliothekare eigentlich in der Öffentlichkeit haben. Na ja, ich weiß zwar nicht welche Erfahrungen Andere gemacht haben, aber es gibt so Kommentare: „Wie, Du wirst dafür bezahlt, den ganzen Tag zu lesen?“, „Was machst Du überhaupt den ganzen Tag?“ und „Das ist doch sterbenslangweilig!“

In Büchern und Filmen sind Bibliothekare entweder graue Mäuse, klein, unscheinbar, Brillenträger, der totale Durchschnittstyp – unauffällig und verschroben, bis zur Auffälligkeit. Bibliothekarinnen sind alte Jungfern, die verbissen mit einem Dutt und einer großen Brille, alle Leser zur Räson bringen.

Hier der Hinweis auf eine sehr ausführliche Liste einer österreichischen Kollegin, die Bücher und Filme zusammengetragen hat, in denen BibliothekarInnen vorkommen.

Selbst das Buch „Bücher auf Rädern“ von Ian Sansom, was ich in meiner LibraryThing-Bibliothek aufgenommen habe, hat einen etwas schrulligen, unsportlichen Bibliothekaren als Hauptperson, der nach Irland unfreiwillig versetzt wird.

Da gefällt mir doch die Abenteuerparodie „The Librarian“ ganz gut, auch wenn sie natürlich keinen intellektuellen Anspruch hat. Ein junger, gutaussehnder, intelligenter Bibliothekar 😉 arbeitet in einer amerikanischen Bibliothek. In einem geheimen Magazin werden  magische Schätze der Vergangenheit aufbewahrt. Der Bibliothekar Flynn muß in seinen Abenteuern natürlich die Welt retten – was ihm auch gelingt.

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8 Antworten zu “Das Bild der Bibliothekarin / des Bibliothekaren in den Medien und der Öffentlichkeit

  1. Ich wurde auch schon des öfteren irritiert angeschaut, wenn ich gesagt habe, dass ich Bibliothekarin bin. Ein echt seltsames Gefühl.

    Und das ich tatsächlich dafür bezahlt werde Bücher zu lesen glauben auch viele. Das verwundert mich total. Wieso wissen die Menschen so wenig über unseren Beruf?

    Aber es geht auch anders, wie dieser NY Times Artikel zeigt (ich hoffe du kennst ihn noch nicht):
    http://www.nytimes.com/2007/07/08/fashion/08librarian.html?_r=2&ex=1185854400&en=6005ca0da96f307b&ei=5070

    oder in kurz:
    http://tinyurl.com/mjqacu

    Grüße,
    Sabrina

    • NY Times Artikel war mir noch nicht bekannt. Musste mich zwar etwas durchkämpfen, aber es war doch ganz interessant. Amerika, Du hast es besser 😉 . In Deutschland könnte ja auch nie eine Reihe Abenteuerfilme erscheinen mit dem Titel „Der Bibliothekar“. Da sieht man die andere Sicht auf unseren Beruf. Bisher habe ich nicht einmal von der Bezahlung in Deutschland gesprochen. Die Anforderungen steigen immer mehr und man sollte ein Allrounder sein in der Literatur, Bibliothekswesen und der Informatik, am Besten ein Entertainer bei der Öffentlichkeitsarbeit und großer Kommunikator. Aber wenn man für sein „Hobby“ auch noch bezahlt wird … 😉
      Gruß
      Lemy

  2. hmhm – falls es Dich interessiert – ich habe KEINEN Pingback erhalten – das scheint nur zu funzen, wenn Du direkt auf einen Artikel verlinkst – wieder was dazugelernt, oder? Ich jedenfalls.

    Gruß
    VsK 😉

    • Miau. Da bin ich wieder. Natürlich interessiert mich das. Aber ich muß gestehen, ich habe keinen Pingback diesmal abgeschickt. Treuherzig geblickt. Ich habe „nur“ bei Twitter auf meinen heutigen Blogeintrag hingewiesen. Irgendwie bekomme ich nicht mehr alles auf die Reihe. ‚Tschuldigung 😳 .

  3. Am merkwürdigsten ist man ja dann berührt, wenn man sagt, man sei von Beruf Bibliothekarin und zur Antwort bekommt: „Das habe ich mir schon fast gedacht!“ :((

  4. HiHiHi, ‚tschuldige, bin ja auch Bibliothekar. Irgendwie ist die Reaktion schon witzig. Was sagt das aber über die Gesprächspartner? Mit den Stereotypen hat unser Beruf nun wirklich nicht mehr viel zu tun. Im Gegenteil, er wird oftmals ziemlich unterschätzt. Aber wie sieht man als Bibliothekar denn aus?!
    Ach ja, wenn ich so überlege, kann ich Dich gut verstehen, dass das einen schon merkwürdig berührt …

  5. Pingback: Das Bild des Bibliothekaren im Film oder: Ein Bibliothekar bewirbt sich auf eine Stelle « Lemy's Blog

  6. Pingback: Haftnotiz 100: Der Bibliothekar – Mein Filmheld | Lemy's Blog

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