Haftnotiz 47: Pacelli online

Bevor Eugenio Pacelli zum Papst Pius XII. ernannt wurde, war er Nuntius in Deutschland. Sein Verhältnis Deutschland und dem Nationalsozialismus gebenüber, wie auch sein Verhalten zum Holcaust, machte ihn zu einer umstrittenen Figur in der Kirchengeschichte.

Finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft veröffentlicht die Universität Münster, das Deutsche Historische Institut in Rom und die Vatikanischen Geheimarchive eine kritische Online-Edition seiner Nuntiaturberichte, die Pacelli, der spätere Papst Piux XII., von 1917-1929 von Berlin aus nach Rom sandte. Eine Nuntiatur hat die Aufgabe einer Botschaft für den Vatikanstaat. Ebenso hält eine Nuntiatur den Kontakt zwischen der Ortskirche eines Landes und dem Papst in Rom.

Eine ausführliche Beschreibung des Projekts findet man hier:

Unterburger, Klaus: Pacelli online : neue Perspektiven auf den späteren Piux XII., in: Herder Korrespondenz 64 (2010) 6, S. 319-322.

Die Datenbank der Nuntiaturberichte befindet sich im Aufbau. Zwar ist die Arbeit erst am Anfang, kann aber vielleicht letztendlich erklären, wie es zum Verhalten des späteren Papstes im Zweiten Weltkrieg kam.

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