Nachtrag zu: Haftnotiz 98: Vascoda und virtuelle Fachbibliotheken

Ich bin ja schon etwas erstaunt, über das relativ große Interesse an meiner Meinungsäußerung zu Vascoda un den virtuellen Fachbibliotheken. Natürlich hat Michael Hohlfeld Recht, wenn er in seinem Kommentar bei Lesewolke klarstellt, dass das Vascoda-Portal bereits länger abgeschaltet ist und der Verein im Nachhinein aufgelöst werden soll. Aber um diese Details ging es mir auch nicht.

Vielleicht wurde es in meiner Meinungsäußerung nicht so deutlich. Im alten Vascoda-Portal musste man immer ziemlich oft hin- und herklicken, bis man einen Hinweis fand, in welcher Virtuellen Fachbibliothek man für das eigene aktuelle Thema suchen könnte. Allein diese „Auswahl der ViFa“ fand ich für den Benutzer recht umständlich und man benötigte Ausdauer. Ich erinnere mich auch, wie ich oft genug in „Klickschleifen“ – mir fällt kein anderes Wort dafür ein – herumirrte und nicht zu Recherchemasken kam. Ich kann mich irren, aber war da nicht auch eine Suche über die Fachportale?! Jedenfalls fand ich es nicht besonders gut nutzbar, d.h. es war für mich nicht intuitiv.

Man möge mich bitte nicht missverstehen: Ich finde es schade, dass es das Vascoda-Portal nicht mehr gibt. Das Portal erweckte den Eindruck, dass man zuviel auf einmal wollte. Ich bin wirklich kein Freund von Google. Aber der Suchmaschinen-Riese hat doch vorgemacht, was die Nutzer „wollen“: eine einzeilige Suchmaske, in der man alles eintragen kann, was man sucht. Die erweiterte Suchmaske von Google kenne ich natürlich, aber viele kennen und nutzen diese doch gar nicht.

Viele Studenten, an die sich die Virtuellen Fachbibliotheken doch wenden, kennen anscheinend diese nicht. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, wie ich oft genug Aussagen von Studenten zu hören und zu lesen bekomme, zu ihrem Thema gäbe es nichts.

Das mich bitte niemand falsch versteht. Ich finde die Arbeit der ViFas toll und nützlich. Ich frage mich aber auch, warum sie anscheinend nicht ausreichend genug bekannt sind: Gut, alle Bibliotheken müssen im Alltag immer und immer wieder darauf hinweisen. Aber ich möchte meinen Eindruck zur Diskussion stellen: dass die immer unterschiedlich aufgebauten ViFas nicht sehr dazu einladen, mit unterschiedlichen Virtuellen Fachbibliotheken zu arbeiten. Gut, wenn jemand ein bestimmtes Fach studiert, wird er nicht alle anderen ViFas benötigen, aber es würde bei Themenüberschneidungen von Fächern und Fragestellungen wohl dann doch notwendig. Wenn man sich bei einem Fachportal durchgebissen hat, kann man beim Nächsten wieder anfangen. Wieviele Benutzer werden dies tun? Und auf manchem Portal werde ich vom geballten Angebot überfordert. Da sind so viele Suchmöglichkeiten und Zusatzangebote …

Eine Antwort zu “Nachtrag zu: Haftnotiz 98: Vascoda und virtuelle Fachbibliotheken

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