Mark Brandis: Blindflug zur Schlange – Hörspielrezension

Wie bei der zuvor erschienenen Hörspielfolge „Triton-Passage“ gibt es nur einen einzigen Kritikpunkt: man kann sich nur mehr Mark Brandis wünschen. Es ist bedauerlich, dass die Produzenten und Macher der Mark Brandis-Hörspiele sich dazu entschieden haben, die jeweilige Buchvorlage nicht mehr auf zwei CD’s, sondern nur noch auf einer unterzubringen.

Aber nun zur Geschichte: „Blindflug zur Schlage“ schließt sich fast nahtlos an die Geschehnisse in „Triton-Passage“ an. Mark Brandis hat die VEGA verlassen, da er in seiner Arbeit dort keinen Sinn mehr sah. Zudem wollte Brandis einem drohenden Verfahren durch den Interims-Chef der VEGA, Dr. Mildrich, entgehen. Der langjährige Chef der VEGA, John Harris, der auch Mentor von Mark Brandis ist, wurde durch politische Ränkespiele vom Amt verdrängt.

So hat Brandis kein Kommando mehr über ein Raumschiff.

Grischa Romen, ein Mitglied aus der Besatzung von Brandis ehemaligen Kommando, ist inzwischen zum Captain aufgestiegen und hat den nächsten Prototyp, das Schiff Nicola Tessler, zu einem Testflug bekommen. Dazu war eigentlich Brandis vorgesehen.

Romen machte die große Testrunde zur Venus und dem Asteroidengürtel und kehrte nicht zurück. Sonden haben die Trümmer des Testschiffes entdeckt, aber keine Überlebenden. Die VEGA und die Behörden der Union gehen davon aus, dass Piraten im Weltraum das neue Schiff angegriffen und zerstört haben.

Venus

Credit: NASA

Brandis will sich nicht damit abfinden und macht sich als Privatmann, unterstützt von Pablo Torrente auf den Weg. Unter falschem Namen, getarnt als Techniker, reisen sie zum südamerikanischen Weltraumbahnhof. Dabei wählten die Macher der Mark Brandis-Hörspiele für das im Hörspiel von Mark Brandis verwendete Pseudonym den Namen „Nick Norden“, ein Pseudonym, den auch Nikolai von Michalewsky für eine andere Romanreihe wählte. Von Michalewsky war der Autor, der hinter den Mark Brandis-Bänden steckte.

Dort am Weltraumbahnhof wollen Brandis und Torrente sich über einen illegalen Kontakt auf einem Weltraumfachter schmuggeln lassen. Es stellt sich heraus, dass die Raumroute von einer alten „Bekannten“ kontrolliert wird, der „Schnittstelle“. Zuvor tauchte die „Schnittstelle“ in der Hörspielfassung „Die Vollstrecker“ auf. Es ist schön zu sehen, wie die beiden Produzenten Jochim-C. Redeker und Balthasar von Weymarn, Fans der Buchreihe der 70er und 80er Jahre mit Achtung und Begeisterung für die Bücher nicht nur die Vorlagen angemessen aktualisieren, wo es sinnvoll ist, sondern auch unter den einzelnen Geschichten Verknüpfungen vornehmen, wo zuvor keine waren. Dadurch schaffen sie eine vollständige Welt von Mark Brandis, die sich in jeder neuen Folge durch neue Charaktere erweitert, aber auch durch Figuren aus vorhergehenden Geschichten abgerundet wird.

Die „Schnittstelle“ verschafft Brandis und Torrente also einen Flug auf einem geheimnisvollen Frachter, der abhebt, obwohl sie keine Besatzung antreffen. Sie werden von einem Mann überwältigt, der sich „Fährmann“ nennt und im Bunde mit den Piraten der „Schlange“, dem mächtigsten Piratenanführer, steht. So kommen sie auf das Schiff der „Schlange“, einem skrupellosen Piraten. Doch dort kommen sie auch Romens Schicksal auf die Spur …

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