Mark Brandis: Raumposition Oberon – Hörspielrezension

Das aktuelle Abenteuer endet, wo „Blindflug zur Schlange“ endete. Mark Brandis konnte mit Unterstützung der Union und der gegnerischen Republiken die unabhängigen Raumnotretter gründen – eine Organisation im Weltraum, die unabhängig der Staatenzugehörigkeit Menschen in Raumnot zur Hilfe eilt.

Hauptquartier ist ein etwas heruntergekommener Bereich in der neutralen Mond-Stadt Las Lunas. Dort sind auch die ausrangierten alten Raumschiffe stationiert, die die Union und die Republiken der neutralen Hilfsorganisation zur Verfügung stellte. John Harris schickt Mark Brandis dessen alte Delta VII, mit der er den Bürgerkrieg, geschildert in den ersten vier Büchern bzw. Hörspielen, überstanden hatte. So wird die Delta VII zum Flagschiff der Raumnotretter.

Mit Brandis ist auch dessen alte Crew von der VEGA zu den Raumnotrettern gewechselt. Aber auch aus den Republiken haben sich Besatzungen gefunden, die der gemeinsamen Sache dienen wollen. Kaum sind sie auf Las Lunas eingetroffen und die ersten Raumschiffe stehen zur Verfügung, schon erhalten die Weltraumretter den ersten Notruf von John Harris, dem Leiter der zivilen Raumfahrtbehörde VEGA.

Die gegnerischen Republiken haben versucht eine militärische Raumstation in eine für sie günstige Umlaufbahn um die Erde zu bringen, da die Union ihre Station an der gleichen Stelle aufgeben und nicht gleich neu besetzen konnte. Doch die neue Station der Republiken droht abzustürzen, bevor sie die vorgesehene Umlaufbahn erreicht hat. Um sie nicht in die Hände der Union fallen zu lassen, zerstörten die begleitenden Raumschiffe der Republiken die Station.

Erde

Credit: NASA

John Harris bittet die Raumnotretter zwei Stationen: eine Forschungsstation und ein Weltraumkloster zu evakuieren: rund 120 Besatzungsmitglieder innerhalb von 12 Stunden. Raumschiffe der VEGA oder der strategischen Raumflotte stehen nicht zur Verfügung. So macht sich Mark Brandis mit seinen wenigen Schiffen auf den Weg.

Schon bei der Wissenschaftsstation, deren Besatzung sie abbergen wollen, kommt es zu ersten Verzögerungen. So bleibt nicht mehr ausreichend Zeit, um das Weltraumkloster vor der anfliegenden Weltraumschrottwolke zu evakuieren. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt …

Wie immer ist das Hörspiel technisch und künstlerisch perfekt umgesetzt. Wie in allen Hörspielen zuvor, hat das Produzentenduo eine komplette Geräuchkulisse inszeniert, die automatisch ein Bild im Kopf des Zuhörers entstehen lässt. Es ist schon eine Kunst, eine mögliche zukünftige Welt mit Geräuchen entstehen zu lassen, die realistisch klingt. Dabei ist durchgängig auch bei dem Klang der Stimmen darauf geachtet worden, ob die Personen in einem Raum, in einem Raumschiff oder Raumanzug sich im Laufe der Geschichte befinden.

Mit großem Engagement und Spielfreude sind auch die Schauspieler bzw. Sprecher des Hörspiels bei der Sache. Sowohl die Crew von Mark Brandis und damit um Michael Lott, der die Hauptrolle spricht, wie auch die Gastsprecher machen ihre Arbeit gut.

Die Buchvorlage wurde zwar ziemlich weitesgehend für das Hörspiel überarbeitet, aber das ist weder ein Vor- noch ein Nachteil. Der „Geist“ der Mark Brandis-Reihe ist hervorragend umgesetzt.

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