Mark Brandis: Ikarus, Ikarus … – Hörspielrezension

Mark Brandis hat mit seiner Frau Ruth einen Ausflug in einen der großen Parks der Hauptstadt Metropolis der Union unternommen. Jedoch hat sich sein ehemaliger VEGA-Chef John Harris angekündigt. Von ihm erfährt er, dass es vor der Operation der Verschiebung des Asteroiden Ikarus Ungereimtheiten gibt. Harris bittet Mark Brandis darum, die Sache einmal getarnt unter der Flagge der Raumnotretter zu untersuchen.

Der Asteroid war der Union als Zeichen des guten Willens am Ende der Folge „Trition-Passage“ geschenkt worden, um Diamanten und andere Bodenschätze auszubeuten. Um die Wirtschaftlichkeit der Bodenschätze zu erhöhen, soll nun der Ikarus in eine Umlaufbahn um den Mond gebracht werden.

Brandis macht sich mit der Besatzung der „Henri Dunant“, seinem Raumschiff in der kleinen Flotte der Raumnotretter, auf den Weg zum Ikarus. Schon bald nach seinem Eintreffen gibt ihm einer der Arbeiter einen Hinweis, dass große Diamenten nicht abtransportiert, sondern ins Innere des Asteroiden gebracht würden. Was mit diesen Edelsteinen geschehe, wüsste niemand.

Brandis macht sich mit seiner Crew auf den Weg ins Innere des Asteroiden, als die künstliche Schwerkraft für Wartungsarbeiten abgeschaltet ist. Dabei machen Sie eine Entdeckung.

Jedoch der Leiter der Abbauarbeiten im Asteroiden, Piet Gumboldt, erweist sich als ein alter Bekannter von Mark Brandis. Hinter dem Namen Piet Gumboldt verbirgt sich ein Intimfeind von Brandis. Er versucht Mark Brandis in der Steuerzentrale des Ikarus umzubringen, aber dessen Crew findet ihn rechtzeitig. Sie schaffen Mark Brandis auf das eigene Raumschiff, aber glauben ihm nicht, dass er nur knapp einem Mordanschlag entgangen ist.

Jedoch stellen sie anschließend fest, dass der Ikarus eine unnatürlich hohe Gravitation entwickelt und der Erde gefährlich nahe kommt. Er droht in den nördlichen Pazifik zu stürzen und damit eine Katastrophe auszulösen …

Credit: NASA/JPL-Caltech/UCAL/MPS/DLR/IDA

Asteroid
Credit: NASA/JPL-Caltech/UCAL/MPS/DLR/IDA

Die Produzenten von Interplanar, die die Mark Brandis-Reihe auf gleichbleibend hohen Niveau realisieren, haben wieder eine spannende Umsetzung der Romanvorlage abgeliefert: Schauspieler, die Musik, die Geräusche sind bis ins kleinste Detail realistisch und nachvollziehbar umgesetzt. Stimmen klingen in der freien Natur anders, wie in einem kleinen Raum, im Raumschiff, in einem Bergbaustollen oder in einem Raumanzug. Für einen Rezensenten ist es schon fast schwierig, bei einer so detailreichen und engagierten Umsetzung Kritikpunkte zu finden.

Im Hörspiel „Ikarus, Ikarus …“ sind Motive der Romane „Countdown für die Erde“, dem Vier-Bände-Zyklus um die Atomkatastrophe am Kilimandscharo, verarbeitet, wie auch aus dem Roman „Ikarus, Ikarus …“.

Im Roman „Countdown für die Erde“ wird geschildert, dass der Gegenspieler von Mark Brandis immer die Initialen F.C. für seine verschiedenen Identitäten verwendet hätte. Dies wird auch im Hörspiel thematisiert. Nur ist es im Hörspiel so, dass F.C. den aktuellen Namen Piet Gumboldt gewählt hat, der als eine andere Person im Buch „Ikarus, Ikarus …“ auftaucht. Da wurden die beiden Romane doch etwas mit „Macht“ zusammengeschoben, was nicht ganz passt.

Allerdings fängt es schon mit der Eingangszene an, dass eine Szene, die eigentlich erst später, an einem der ersten Höhepunkte der Geschichte chronologisch folgt, als Eröffnungssequenz gewählt wurde. Die Macher von Interplanar haben sich zwar zu Ihren Gründen auf Ihrer Homepage geäußert, aber so ganz glücklich ist die gefundene Lösung nicht wirklich.

Aber im Verlauf der chronolgisch erzählten Geschichte gibt es im Hörspiel einen kleinen Zeitsprung, der nun wirklich nicht hätte sein müssen.

Mark Brandis wird von Piet Gumboldt in der Steuerzentrale des Ikarus eingesperrt und er versucht ihn zu töten. Nach einiger Zeit findet die Crew der Raumnotretter Brandis, bringt ihn auf ihr Schiff und retten ihm sein Leben. Aber sie wollen ihm nicht glauben, dass er Friedrich Chemnitzer gesehen hätte. Bis Brandis sich erholt hat, schließen sie ihn in seinem Raum ein.

In der nächsten Szene sitzt Mark Brandis auf der Brücke und seine Crew und er jagen Chemnitzer und dabei haben sie ihren Bekannten auf dem Ikarus eingeschaltet, der für sie Kontakt zur Strategischen Raumflotte aufgenommen hat.

Als ich das Hörspiel das erste Mal hörte, dachte ich: Da fehlt aber etwas! Natürlich ist es nicht spannend, wenn man schildert, wie Brandis seine Crew überzeugt, dass er doch Chemnitzer auf dem Ikarus begegnet ist und wie sie beschließen Schritte gegen ihren Gegenspieler einzuleiten. Aber vielleicht hätte es eine elegantere Lösung gegeben.

Aber letztlich kann man als „Kritik“ eigentlich nur anbringen, dass man mehr von Mark Brandis gerne hören würde. Ich finde, es war eine bedauerliche Entscheidung von Interplanar, bei der Länge der Hörspiele von 2 wieder auf 1 CD zu gehen. Schade! Aber besser ist, dass man sagen kann, es ist zu kurz, wie zu lang.

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2 Antworten zu “Mark Brandis: Ikarus, Ikarus … – Hörspielrezension

  1. Schön – ein weiterer Artikel hier – und erneut eine Rezension! Mich freut das – und schneien tut es jetzt auch wieder, wie es ausschaut – liegt vermutlich daran, dass es „draußen“ in flachen Landen auch bis heute gedauert hat, dass es wieder in „echt“ schneit? 😉 Die Spitzohrigen bevorzugen jetzt wieder Plätze an/auf/neben der Heizung statt auf Balkonien, wo es kalt ist und nass… Herzliche Grüße nach Buchhausen, wo es hoffentlich trocken ist, sendet Vero samt Heizohrigen^^ ^^

  2. Pingback: Mark Brandis: Metropolis-Konvoi – Hörspielrezension | Lemy's Blog

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