Mark Brandis: Metropolis-Konvoi – Hörspielrezension

Im vorhergehenden Hörspiel „Ikarus, Ikarus …“ wurde im letzten Moment der Asteroid Ikarus in der Erdatmosphäre zerstört. Zwar konnte dadurch der Einschlag verhindert werden, aber der Staub des Asteroiden verteilte sich in der Atmosphäre rund um den Erdball. Weil der Staub den Regen und damit die Ernten ausfallen ließ, führte dies zu einer Verknappung der Lebensmittel.

Metropolis, die Hauptstadt der Union, hat durch ihre geografische Lage im Atlantik, keine eigenen Ressourcen. In dieser verzweifelten Lage verfolgt Mark Brandis die Spur einer alten Geschichte. Im Bürgerkrieg soll vom General ein riesiges Lebensmittellager auf dem Merkur für den Kriegsfall angelegt worden sein – nur ob es wahr ist oder ein Mythos?

Merkur Credit: NASA

Merkur
Credit: NASA

So macht sich Brandis mit Frachtschiffen und seiner kleinen Flotte der Raumnotretter auf den Weg, ohne zu wissen, ob sie Erfolg haben werden. Die gesellschaftliche Ordnung droht inzwischen in Metropolis auseinanderzubrechen. Und der Lebensmittelkonvoi weckt Begehrlichkeiten von anderen Hungernden, denn die Nachricht vom Konvoi bleibt natürlich nicht geheim. Die Venus-Kolonie, die die Lebensmitteknappheit auch zu spüren bekommen hat, ist darauf aus, den Konvoi zur Venus umzuleiten. Zudem droht das Weltraumphänomen der Goldonischen Sperre dem Konvoi die zeitige Rückkehr zur Erde zu versperren.

 

Hier der Link auf die betreffende Seite der Produzenten mit einem Trailer des Hörspiels.

 

Eine weitere Folge der auf hohem Niveau produzierten SF-Serie nach der gleichnamigen Jugendbuchreihe. Leider wurde das Potenzial der Romanvorlage für eine ausführlichere Umsetzung nicht genutzt. Spannende Szenen der Rückreise des Konvois, wie er angegriffen und die freie Passage in der Goldonischen Sperre sucht, werden von einer Person nur indirekt geschildert, was mit psychodelischer Musik unterlegt wurde. Was bei einigen vorhergehenden Hörspielen der Reihe von einigen Kritikern vorgeworfen wurde, die Geschichte auf zwei CDs in die Länge gezogen zu haben, kann und muß ich leider diesmal entgegengesetzt kritisieren: Ich hätte mir mehr Mark Brandis gewünscht.

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