Archiv der Kategorie: Haftnotizen

In eigener Sache

Nachdem ich im Sommer für meine Literatur- und Internettipps im Bereich Bibliothekswesen, Internet und Digitalisierung verunglimpft wurde, werde ich keine entsprechenden Hinweise mehr bloggen. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass dies denkbar ist, aber es ist nun einmal so. So habe ich entsprechende Konsequenzen gezogen. Deshalb werden keine „Haftnotizen“ mehr von mir  veröffentlicht, obwohl ich auch aktuell wieder interessante Dinge entdeckt habe.

 

Advertisements

Mark Brandis: Raumposition Oberon – Hörspielrezension

Das aktuelle Abenteuer endet, wo „Blindflug zur Schlange“ endete. Mark Brandis konnte mit Unterstützung der Union und der gegnerischen Republiken die unabhängigen Raumnotretter gründen – eine Organisation im Weltraum, die unabhängig der Staatenzugehörigkeit Menschen in Raumnot zur Hilfe eilt.

Hauptquartier ist ein etwas heruntergekommener Bereich in der neutralen Mond-Stadt Las Lunas. Dort sind auch die ausrangierten alten Raumschiffe stationiert, die die Union und die Republiken der neutralen Hilfsorganisation zur Verfügung stellte. John Harris schickt Mark Brandis dessen alte Delta VII, mit der er den Bürgerkrieg, geschildert in den ersten vier Büchern bzw. Hörspielen, überstanden hatte. So wird die Delta VII zum Flagschiff der Raumnotretter.

Mit Brandis ist auch dessen alte Crew von der VEGA zu den Raumnotrettern gewechselt. Aber auch aus den Republiken haben sich Besatzungen gefunden, die der gemeinsamen Sache dienen wollen. Kaum sind sie auf Las Lunas eingetroffen und die ersten Raumschiffe stehen zur Verfügung, schon erhalten die Weltraumretter den ersten Notruf von John Harris, dem Leiter der zivilen Raumfahrtbehörde VEGA.

Die gegnerischen Republiken haben versucht eine militärische Raumstation in eine für sie günstige Umlaufbahn um die Erde zu bringen, da die Union ihre Station an der gleichen Stelle aufgeben und nicht gleich neu besetzen konnte. Doch die neue Station der Republiken droht abzustürzen, bevor sie die vorgesehene Umlaufbahn erreicht hat. Um sie nicht in die Hände der Union fallen zu lassen, zerstörten die begleitenden Raumschiffe der Republiken die Station.

Erde

Credit: NASA

John Harris bittet die Raumnotretter zwei Stationen: eine Forschungsstation und ein Weltraumkloster zu evakuieren: rund 120 Besatzungsmitglieder innerhalb von 12 Stunden. Raumschiffe der VEGA oder der strategischen Raumflotte stehen nicht zur Verfügung. So macht sich Mark Brandis mit seinen wenigen Schiffen auf den Weg.

Schon bei der Wissenschaftsstation, deren Besatzung sie abbergen wollen, kommt es zu ersten Verzögerungen. So bleibt nicht mehr ausreichend Zeit, um das Weltraumkloster vor der anfliegenden Weltraumschrottwolke zu evakuieren. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt …

Wie immer ist das Hörspiel technisch und künstlerisch perfekt umgesetzt. Wie in allen Hörspielen zuvor, hat das Produzentenduo eine komplette Geräuchkulisse inszeniert, die automatisch ein Bild im Kopf des Zuhörers entstehen lässt. Es ist schon eine Kunst, eine mögliche zukünftige Welt mit Geräuchen entstehen zu lassen, die realistisch klingt. Dabei ist durchgängig auch bei dem Klang der Stimmen darauf geachtet worden, ob die Personen in einem Raum, in einem Raumschiff oder Raumanzug sich im Laufe der Geschichte befinden.

Mit großem Engagement und Spielfreude sind auch die Schauspieler bzw. Sprecher des Hörspiels bei der Sache. Sowohl die Crew von Mark Brandis und damit um Michael Lott, der die Hauptrolle spricht, wie auch die Gastsprecher machen ihre Arbeit gut.

Die Buchvorlage wurde zwar ziemlich weitesgehend für das Hörspiel überarbeitet, aber das ist weder ein Vor- noch ein Nachteil. Der „Geist“ der Mark Brandis-Reihe ist hervorragend umgesetzt.

Mark Brandis: Blindflug zur Schlange – Hörspielrezension

Wie bei der zuvor erschienenen Hörspielfolge „Triton-Passage“ gibt es nur einen einzigen Kritikpunkt: man kann sich nur mehr Mark Brandis wünschen. Es ist bedauerlich, dass die Produzenten und Macher der Mark Brandis-Hörspiele sich dazu entschieden haben, die jeweilige Buchvorlage nicht mehr auf zwei CD’s, sondern nur noch auf einer unterzubringen.

Aber nun zur Geschichte: „Blindflug zur Schlage“ schließt sich fast nahtlos an die Geschehnisse in „Triton-Passage“ an. Mark Brandis hat die VEGA verlassen, da er in seiner Arbeit dort keinen Sinn mehr sah. Zudem wollte Brandis einem drohenden Verfahren durch den Interims-Chef der VEGA, Dr. Mildrich, entgehen. Der langjährige Chef der VEGA, John Harris, der auch Mentor von Mark Brandis ist, wurde durch politische Ränkespiele vom Amt verdrängt.

So hat Brandis kein Kommando mehr über ein Raumschiff.

Grischa Romen, ein Mitglied aus der Besatzung von Brandis ehemaligen Kommando, ist inzwischen zum Captain aufgestiegen und hat den nächsten Prototyp, das Schiff Nicola Tessler, zu einem Testflug bekommen. Dazu war eigentlich Brandis vorgesehen.

Romen machte die große Testrunde zur Venus und dem Asteroidengürtel und kehrte nicht zurück. Sonden haben die Trümmer des Testschiffes entdeckt, aber keine Überlebenden. Die VEGA und die Behörden der Union gehen davon aus, dass Piraten im Weltraum das neue Schiff angegriffen und zerstört haben.

Venus

Credit: NASA

Brandis will sich nicht damit abfinden und macht sich als Privatmann, unterstützt von Pablo Torrente auf den Weg. Unter falschem Namen, getarnt als Techniker, reisen sie zum südamerikanischen Weltraumbahnhof. Dabei wählten die Macher der Mark Brandis-Hörspiele für das im Hörspiel von Mark Brandis verwendete Pseudonym den Namen „Nick Norden“, ein Pseudonym, den auch Nikolai von Michalewsky für eine andere Romanreihe wählte. Von Michalewsky war der Autor, der hinter den Mark Brandis-Bänden steckte.

Dort am Weltraumbahnhof wollen Brandis und Torrente sich über einen illegalen Kontakt auf einem Weltraumfachter schmuggeln lassen. Es stellt sich heraus, dass die Raumroute von einer alten „Bekannten“ kontrolliert wird, der „Schnittstelle“. Zuvor tauchte die „Schnittstelle“ in der Hörspielfassung „Die Vollstrecker“ auf. Es ist schön zu sehen, wie die beiden Produzenten Jochim-C. Redeker und Balthasar von Weymarn, Fans der Buchreihe der 70er und 80er Jahre mit Achtung und Begeisterung für die Bücher nicht nur die Vorlagen angemessen aktualisieren, wo es sinnvoll ist, sondern auch unter den einzelnen Geschichten Verknüpfungen vornehmen, wo zuvor keine waren. Dadurch schaffen sie eine vollständige Welt von Mark Brandis, die sich in jeder neuen Folge durch neue Charaktere erweitert, aber auch durch Figuren aus vorhergehenden Geschichten abgerundet wird.

Die „Schnittstelle“ verschafft Brandis und Torrente also einen Flug auf einem geheimnisvollen Frachter, der abhebt, obwohl sie keine Besatzung antreffen. Sie werden von einem Mann überwältigt, der sich „Fährmann“ nennt und im Bunde mit den Piraten der „Schlange“, dem mächtigsten Piratenanführer, steht. So kommen sie auf das Schiff der „Schlange“, einem skrupellosen Piraten. Doch dort kommen sie auch Romens Schicksal auf die Spur …

Haftnotiz 241: Tablets in Bibliotheken ausleihen?

Dritter Nachtrag: Ich finde es schade, dass meine Frage zwar von vielen gelesen, aber nur bis auf eine Ausnahme keine Reaktion hervorgerufen hat. Ich frage mich, woran das liegen mag. Es muß ja keiner die Furcht haben, dass er oder sie mit einer Meinungsäußerung hier erscheint?! Im „Notfall“ habe ich ja auch eine Mail-Adresse lemys@arcor.de und ich würde ja auch Texte so anonymisieren, soweit gewünscht. Na ja, schade ist es!

Eine Frage von mir mal in die Runde gegeben mit der Bitte um Hilfe. Das Geschäft mit E-Books ist für Bibliotheken ja noch immer schwierig, da nicht jedes E-Book vom Verlag für die Ausleihe in einer Bibliothek vorgesehen ist. Darf man als Bibliothek E-Books, die also zur allgemeinen Ausleihe nicht „freigegeben“ sind auf ein Tablet herunterladen und das E-Book mit dem Tablet ausleihen?

Ich hatte etwas von einer Fortbildung – ich glaube in NRW – im Netz gesehen, wo Bibliotheken Medienpakete (mit Tablets) ausleihen konnten, um sich im Umgang mit den Tablets zu schulen. Vielleicht hat ja jemand den Link zur Hand?

Nachtrag: Wie ich sehen kann, habe ich ausreichend Leser für diese Haftnotiz, aber leider nur wenig, d.h. nur eine Meinungsäußerung. Vielleicht kann ja sich der Eine oder Andere aufgerufen fühlen …

Zweiter Nachtrag: Inzwischen habe ich gehört, es gäbe Bibliotheken, die E-Books mit Leih-Tablets an ihre Leser ausleihen? Kennt jemand eine solche Bibliothek?

Haftnoitz 224: Erfahrungen mit der aktuellen Plattform von IBZ Online?

Ich möchte einmal eine Frage in die Runde der hier mitlesenden Bibliothekarinnen und Bibliothekare geben. Es geht darum, dass der Verlag der Aufsatzbibliographie „IBZ Online“ eine neue Plattform für seine Datenbanken gewählt hat. Da ich für Rechercheaufträge nach Aufsätzen zu Themen dort oftmals selbst recherchiere, war ich doch über den überarbeiteten Auftritt der IBZ Online erstaunt oder anders gesagt, ich war negativ überrascht.

Links und recht von den bibliographischen Angaben wird ziemlich viel Platz auf der Bildschirmansicht verschenkt, wodurch die Informationen zum Aufsatz unnötigerweise schon mal ziemlich langgestreckt werden können. Zudem kann man aus der Ergebnisliste nur dann Einzelangaben zu einem Aufsatz selektieren, wenn man sich registriert und beim Verlag ein Konto eingerichtet hat. Sicher, es ist ein kostenloses Konto, aber warum die Hürde einer Registrierung, um nur „mal“ eine fortlaufende bibliographische Liste einzelner Titel erzeugen zu können? Ich finde das weder für die Benutzer noch für Bibliothekare wirklich „Benutzerfreundlich“!

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

 

Haftnotiz 133: Privatsphäre und Soziales Web – Literaturtipp

Und noch ein Literaturtipp:

Taddicken, Monika: Selbstoffenbarungg im Social Web : Ergebnisse einer Internet-repräsentativen Analyse des Nutzerverhaltens in Deutschland, In: Publizistik 56 (2011) 3, S. 281-303

In dieser Studie, die von DFG gefördert wurde, wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Nutzer Sozialer Netzwerke viele oder wenige persönliche Daten im Netz preisgeben, obwohl sie von den Risikien wissen.

Haftnotiz 132: Internet und Demokratie – Literaturtipp

Und noch ein Literaturtipp zum Thema „Internet und Demokratie“. Diesen Schwerpunkt wählte die Zeitschrift „Neue Gesellschaft, Frankfurter Hefte“ (2011) 10. Ein Hinweis: Der Link wird nicht mehr funktionieren, sobald die nächste Ausgabe, d.h. Heft 11 erscheint. Hier der Link auf zwei von mehreren Aufsätzen, die in der Zeitschrift erschienen sind zum betreffenden Thema und die als Volltext abgerufen werden können.