Jahresabschlußstatistik 2013

Erfreuliche Zahlen

 

Ein New York City U-Bahnzug faßt 1.200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 4.500 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 4 Fahrten nötig.

In 2013 gab es 28 neue Beiträge, damit vergrößerte sich das Archiv dieses Blogs auf 322 Beiträge. Es wurden 4 Bilder hochgeladen, das macht insgesamt 829 KB Bilder.

Hier der Link zur vollständigen Jahresstatistik.

Mark Brandis: Ikarus, Ikarus … – Hörspielrezension

Mark Brandis hat mit seiner Frau Ruth einen Ausflug in einen der großen Parks der Hauptstadt Metropolis der Union unternommen. Jedoch hat sich sein ehemaliger VEGA-Chef John Harris angekündigt. Von ihm erfährt er, dass es vor der Operation der Verschiebung des Asteroiden Ikarus Ungereimtheiten gibt. Harris bittet Mark Brandis darum, die Sache einmal getarnt unter der Flagge der Raumnotretter zu untersuchen.

Der Asteroid war der Union als Zeichen des guten Willens am Ende der Folge „Trition-Passage“ geschenkt worden, um Diamanten und andere Bodenschätze auszubeuten. Um die Wirtschaftlichkeit der Bodenschätze zu erhöhen, soll nun der Ikarus in eine Umlaufbahn um den Mond gebracht werden.

Brandis macht sich mit der Besatzung der „Henri Dunant“, seinem Raumschiff in der kleinen Flotte der Raumnotretter, auf den Weg zum Ikarus. Schon bald nach seinem Eintreffen gibt ihm einer der Arbeiter einen Hinweis, dass große Diamenten nicht abtransportiert, sondern ins Innere des Asteroiden gebracht würden. Was mit diesen Edelsteinen geschehe, wüsste niemand.

Brandis macht sich mit seiner Crew auf den Weg ins Innere des Asteroiden, als die künstliche Schwerkraft für Wartungsarbeiten abgeschaltet ist. Dabei machen Sie eine Entdeckung.

Jedoch der Leiter der Abbauarbeiten im Asteroiden, Piet Gumboldt, erweist sich als ein alter Bekannter von Mark Brandis. Hinter dem Namen Piet Gumboldt verbirgt sich ein Intimfeind von Brandis. Er versucht Mark Brandis in der Steuerzentrale des Ikarus umzubringen, aber dessen Crew findet ihn rechtzeitig. Sie schaffen Mark Brandis auf das eigene Raumschiff, aber glauben ihm nicht, dass er nur knapp einem Mordanschlag entgangen ist.

Jedoch stellen sie anschließend fest, dass der Ikarus eine unnatürlich hohe Gravitation entwickelt und der Erde gefährlich nahe kommt. Er droht in den nördlichen Pazifik zu stürzen und damit eine Katastrophe auszulösen …

Credit: NASA/JPL-Caltech/UCAL/MPS/DLR/IDA

Asteroid
Credit: NASA/JPL-Caltech/UCAL/MPS/DLR/IDA

Die Produzenten von Interplanar, die die Mark Brandis-Reihe auf gleichbleibend hohen Niveau realisieren, haben wieder eine spannende Umsetzung der Romanvorlage abgeliefert: Schauspieler, die Musik, die Geräusche sind bis ins kleinste Detail realistisch und nachvollziehbar umgesetzt. Stimmen klingen in der freien Natur anders, wie in einem kleinen Raum, im Raumschiff, in einem Bergbaustollen oder in einem Raumanzug. Für einen Rezensenten ist es schon fast schwierig, bei einer so detailreichen und engagierten Umsetzung Kritikpunkte zu finden.

Im Hörspiel „Ikarus, Ikarus …“ sind Motive der Romane „Countdown für die Erde“, dem Vier-Bände-Zyklus um die Atomkatastrophe am Kilimandscharo, verarbeitet, wie auch aus dem Roman „Ikarus, Ikarus …“.

Im Roman „Countdown für die Erde“ wird geschildert, dass der Gegenspieler von Mark Brandis immer die Initialen F.C. für seine verschiedenen Identitäten verwendet hätte. Dies wird auch im Hörspiel thematisiert. Nur ist es im Hörspiel so, dass F.C. den aktuellen Namen Piet Gumboldt gewählt hat, der als eine andere Person im Buch „Ikarus, Ikarus …“ auftaucht. Da wurden die beiden Romane doch etwas mit „Macht“ zusammengeschoben, was nicht ganz passt.

Allerdings fängt es schon mit der Eingangszene an, dass eine Szene, die eigentlich erst später, an einem der ersten Höhepunkte der Geschichte chronologisch folgt, als Eröffnungssequenz gewählt wurde. Die Macher von Interplanar haben sich zwar zu Ihren Gründen auf Ihrer Homepage geäußert, aber so ganz glücklich ist die gefundene Lösung nicht wirklich.

Aber im Verlauf der chronolgisch erzählten Geschichte gibt es im Hörspiel einen kleinen Zeitsprung, der nun wirklich nicht hätte sein müssen.

Mark Brandis wird von Piet Gumboldt in der Steuerzentrale des Ikarus eingesperrt und er versucht ihn zu töten. Nach einiger Zeit findet die Crew der Raumnotretter Brandis, bringt ihn auf ihr Schiff und retten ihm sein Leben. Aber sie wollen ihm nicht glauben, dass er Friedrich Chemnitzer gesehen hätte. Bis Brandis sich erholt hat, schließen sie ihn in seinem Raum ein.

In der nächsten Szene sitzt Mark Brandis auf der Brücke und seine Crew und er jagen Chemnitzer und dabei haben sie ihren Bekannten auf dem Ikarus eingeschaltet, der für sie Kontakt zur Strategischen Raumflotte aufgenommen hat.

Als ich das Hörspiel das erste Mal hörte, dachte ich: Da fehlt aber etwas! Natürlich ist es nicht spannend, wenn man schildert, wie Brandis seine Crew überzeugt, dass er doch Chemnitzer auf dem Ikarus begegnet ist und wie sie beschließen Schritte gegen ihren Gegenspieler einzuleiten. Aber vielleicht hätte es eine elegantere Lösung gegeben.

Aber letztlich kann man als „Kritik“ eigentlich nur anbringen, dass man mehr von Mark Brandis gerne hören würde. Ich finde, es war eine bedauerliche Entscheidung von Interplanar, bei der Länge der Hörspiele von 2 wieder auf 1 CD zu gehen. Schade! Aber besser ist, dass man sagen kann, es ist zu kurz, wie zu lang.

In eigener Sache

Nachdem ich im Sommer für meine Literatur- und Internettipps im Bereich Bibliothekswesen, Internet und Digitalisierung verunglimpft wurde, werde ich keine entsprechenden Hinweise mehr bloggen. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass dies denkbar ist, aber es ist nun einmal so. So habe ich entsprechende Konsequenzen gezogen. Deshalb werden keine „Haftnotizen“ mehr von mir  veröffentlicht, obwohl ich auch aktuell wieder interessante Dinge entdeckt habe.

 

Mark Brandis: Raumposition Oberon – Hörspielrezension

Das aktuelle Abenteuer endet, wo „Blindflug zur Schlange“ endete. Mark Brandis konnte mit Unterstützung der Union und der gegnerischen Republiken die unabhängigen Raumnotretter gründen – eine Organisation im Weltraum, die unabhängig der Staatenzugehörigkeit Menschen in Raumnot zur Hilfe eilt.

Hauptquartier ist ein etwas heruntergekommener Bereich in der neutralen Mond-Stadt Las Lunas. Dort sind auch die ausrangierten alten Raumschiffe stationiert, die die Union und die Republiken der neutralen Hilfsorganisation zur Verfügung stellte. John Harris schickt Mark Brandis dessen alte Delta VII, mit der er den Bürgerkrieg, geschildert in den ersten vier Büchern bzw. Hörspielen, überstanden hatte. So wird die Delta VII zum Flagschiff der Raumnotretter.

Mit Brandis ist auch dessen alte Crew von der VEGA zu den Raumnotrettern gewechselt. Aber auch aus den Republiken haben sich Besatzungen gefunden, die der gemeinsamen Sache dienen wollen. Kaum sind sie auf Las Lunas eingetroffen und die ersten Raumschiffe stehen zur Verfügung, schon erhalten die Weltraumretter den ersten Notruf von John Harris, dem Leiter der zivilen Raumfahrtbehörde VEGA.

Die gegnerischen Republiken haben versucht eine militärische Raumstation in eine für sie günstige Umlaufbahn um die Erde zu bringen, da die Union ihre Station an der gleichen Stelle aufgeben und nicht gleich neu besetzen konnte. Doch die neue Station der Republiken droht abzustürzen, bevor sie die vorgesehene Umlaufbahn erreicht hat. Um sie nicht in die Hände der Union fallen zu lassen, zerstörten die begleitenden Raumschiffe der Republiken die Station.

Erde

Credit: NASA

John Harris bittet die Raumnotretter zwei Stationen: eine Forschungsstation und ein Weltraumkloster zu evakuieren: rund 120 Besatzungsmitglieder innerhalb von 12 Stunden. Raumschiffe der VEGA oder der strategischen Raumflotte stehen nicht zur Verfügung. So macht sich Mark Brandis mit seinen wenigen Schiffen auf den Weg.

Schon bei der Wissenschaftsstation, deren Besatzung sie abbergen wollen, kommt es zu ersten Verzögerungen. So bleibt nicht mehr ausreichend Zeit, um das Weltraumkloster vor der anfliegenden Weltraumschrottwolke zu evakuieren. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt …

Wie immer ist das Hörspiel technisch und künstlerisch perfekt umgesetzt. Wie in allen Hörspielen zuvor, hat das Produzentenduo eine komplette Geräuchkulisse inszeniert, die automatisch ein Bild im Kopf des Zuhörers entstehen lässt. Es ist schon eine Kunst, eine mögliche zukünftige Welt mit Geräuchen entstehen zu lassen, die realistisch klingt. Dabei ist durchgängig auch bei dem Klang der Stimmen darauf geachtet worden, ob die Personen in einem Raum, in einem Raumschiff oder Raumanzug sich im Laufe der Geschichte befinden.

Mit großem Engagement und Spielfreude sind auch die Schauspieler bzw. Sprecher des Hörspiels bei der Sache. Sowohl die Crew von Mark Brandis und damit um Michael Lott, der die Hauptrolle spricht, wie auch die Gastsprecher machen ihre Arbeit gut.

Die Buchvorlage wurde zwar ziemlich weitesgehend für das Hörspiel überarbeitet, aber das ist weder ein Vor- noch ein Nachteil. Der „Geist“ der Mark Brandis-Reihe ist hervorragend umgesetzt.

Mark Brandis: Blindflug zur Schlange – Hörspielrezension

Wie bei der zuvor erschienenen Hörspielfolge „Triton-Passage“ gibt es nur einen einzigen Kritikpunkt: man kann sich nur mehr Mark Brandis wünschen. Es ist bedauerlich, dass die Produzenten und Macher der Mark Brandis-Hörspiele sich dazu entschieden haben, die jeweilige Buchvorlage nicht mehr auf zwei CD’s, sondern nur noch auf einer unterzubringen.

Aber nun zur Geschichte: „Blindflug zur Schlage“ schließt sich fast nahtlos an die Geschehnisse in „Triton-Passage“ an. Mark Brandis hat die VEGA verlassen, da er in seiner Arbeit dort keinen Sinn mehr sah. Zudem wollte Brandis einem drohenden Verfahren durch den Interims-Chef der VEGA, Dr. Mildrich, entgehen. Der langjährige Chef der VEGA, John Harris, der auch Mentor von Mark Brandis ist, wurde durch politische Ränkespiele vom Amt verdrängt.

So hat Brandis kein Kommando mehr über ein Raumschiff.

Grischa Romen, ein Mitglied aus der Besatzung von Brandis ehemaligen Kommando, ist inzwischen zum Captain aufgestiegen und hat den nächsten Prototyp, das Schiff Nicola Tessler, zu einem Testflug bekommen. Dazu war eigentlich Brandis vorgesehen.

Romen machte die große Testrunde zur Venus und dem Asteroidengürtel und kehrte nicht zurück. Sonden haben die Trümmer des Testschiffes entdeckt, aber keine Überlebenden. Die VEGA und die Behörden der Union gehen davon aus, dass Piraten im Weltraum das neue Schiff angegriffen und zerstört haben.

Venus

Credit: NASA

Brandis will sich nicht damit abfinden und macht sich als Privatmann, unterstützt von Pablo Torrente auf den Weg. Unter falschem Namen, getarnt als Techniker, reisen sie zum südamerikanischen Weltraumbahnhof. Dabei wählten die Macher der Mark Brandis-Hörspiele für das im Hörspiel von Mark Brandis verwendete Pseudonym den Namen „Nick Norden“, ein Pseudonym, den auch Nikolai von Michalewsky für eine andere Romanreihe wählte. Von Michalewsky war der Autor, der hinter den Mark Brandis-Bänden steckte.

Dort am Weltraumbahnhof wollen Brandis und Torrente sich über einen illegalen Kontakt auf einem Weltraumfachter schmuggeln lassen. Es stellt sich heraus, dass die Raumroute von einer alten „Bekannten“ kontrolliert wird, der „Schnittstelle“. Zuvor tauchte die „Schnittstelle“ in der Hörspielfassung „Die Vollstrecker“ auf. Es ist schön zu sehen, wie die beiden Produzenten Jochim-C. Redeker und Balthasar von Weymarn, Fans der Buchreihe der 70er und 80er Jahre mit Achtung und Begeisterung für die Bücher nicht nur die Vorlagen angemessen aktualisieren, wo es sinnvoll ist, sondern auch unter den einzelnen Geschichten Verknüpfungen vornehmen, wo zuvor keine waren. Dadurch schaffen sie eine vollständige Welt von Mark Brandis, die sich in jeder neuen Folge durch neue Charaktere erweitert, aber auch durch Figuren aus vorhergehenden Geschichten abgerundet wird.

Die „Schnittstelle“ verschafft Brandis und Torrente also einen Flug auf einem geheimnisvollen Frachter, der abhebt, obwohl sie keine Besatzung antreffen. Sie werden von einem Mann überwältigt, der sich „Fährmann“ nennt und im Bunde mit den Piraten der „Schlange“, dem mächtigsten Piratenanführer, steht. So kommen sie auf das Schiff der „Schlange“, einem skrupellosen Piraten. Doch dort kommen sie auch Romens Schicksal auf die Spur …

Informations- und Meinungsfreiheit für meinen Blog

Der von mir in der letzten Haftnotiz erwähnte, in der deutschsprachigen Bibliotheks- und Archivwelt bekannte Blogger, der einen Absolutheitsanspruch zu erheben scheint, wie ich in seinem Artikel lesen durfte, was er dann auch noch mit meinem Blog per Link verknüpfen wollte, sollte in Zukunft meinen Blog nicht mehr lesen.

Ich werde solche verletzenden Texte nicht akzeptieren und meinen Blog, was ich schreibe und verlinke, nicht von dem oben genannten Blogger bestimmen lassen. Es gibt immer noch eine Informations- und Meinungsfreiheit. Etwas mehr Unterstützung hätte ich mir allerdings schon von meinen Lesern gewünscht, die mitunter die kritisierte Verlinkung genutzt haben.

Ich habe mich in der Vergangenheit immer mit Bewertungen zurückgehalten. Ich wollte und werde nur informieren. Ich habe keinen Absolutheitsanspruch und bin nicht im Besitz der absoluten Wahrheit …

Haftnotiz 246: Forschungsprojekt Privatsphäre im Netz – Literaturtipp

Bei meiner letzten Haftnotiz habe ich mir den Spott eines allgemein in der deutschsprachigen Archiv- und Bibliothekswelt bekannten Blogger eingehandelt, weil ich aus einem Aufsatz vier Internetadressen zitiert und verlinkt hatte.

Achtung: IRONIE: Jeder hat sicherlich alle Fachzeitschriften immer greifbar ?!

Nun denn: nun habe ich den Hinweis auf ein interessantes Projekt gefunden, wie sich Forscher die Sicherung der Privatsphäre im Netz vorstellen.

Achtung: IRONIE: Den Link auf das Projekt „darf“ ich hier aber nicht angeben. Es ist ja ein Link aus einer Zeitschrift. Die Zeitschrift, in der ich den Hinweis gefunden haben, hat ja jeder gleich zur Hand!!! Das denkt zumindest der betreffende Blogger, der sich über mich echauffiert hat!

Bauer, Tina: Selbstbestimmt surfen im Netz, In: DUZ Europa (2013) 5, S. 2