Schlagwort-Archive: Literaturrecherche

Mark Brandis, Raumkadett: Verloren im All

Im zweiten Abenteuer wird der junge Raumkadett Mark Brandis in die neu gegründete Astronautenschule der VEGA aufgenommen. An seinem ersten Tag bringt man ihn mit den anderen Anwärtern zu einem Raumhafen an die französische Küste. Dort stehen zwei Raumschiffe bereit, die die neuen Kadetten mit erfahrenen Besatzungsmitgliedern zu einem Trainingsflug ins All bringen sollen. Auf dem Flug haben die Kadetten die Aufgabe Experimente durchzuführen. Jedoch werden die Neulinge im Labor durch einen unvorhergesehenen Vorfall vom Rest des Raumschiffs abgeschnitten. So ist Mark Brandis mit den anderen Kadetten auf sich allein gestellt. Sie wissen nicht, ob noch die Besatzungsmitglieder leben. So suchen sie vom Labor aus einen Weg, das führungslose Raumschiff zur Erde zurückzusteuern.

Wie bei der Originalserie „Mark Brandis“ gelingt die Umsetzung des Stoffes auch hier in bewährt guter Qualität: die Auswahl der Sprecher, das Sounddesign und die Musik sind gut. Zu Bedauern ist, daß die Produzenten im Unterschied zu der Originalserie darauf verzichtet haben, eine „Abspannmusik“ am Ende der Hörspiele vom Raumkadetten vorzusehen. Dies ist wahrscheinlich dem Umstand geschuldet, daß sich die Serie doch an Jugendliche richtet, für die die Auflistung der Namen der Sprecher wohl überflüssig ist.

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Haftnotiz 190: Dilibri – ein Digitalisierungsprojekt – Internettipp

Hier ein Digitalisierungsprojekt, daß auf der Bundeslandesebene organisiert wurde von rheinland-pfälzischen Bibliotheken, die landeskundliche Werke aus dem 16. und 17. Jahrhundert damit sichern und weltweit allen Nutzern als Volltexte anbieten wollen:

Dilibri Rheinland-Pfalz

Vorbildlich finde ich ist, daß es eine Detailsuche gibt, die nicht nur eine Recherche nach den bibliographischen Elementen der Titelaufnahmen, sondern auch über die eingescannten Volltexte ermöglicht.

Nachtrag zu: Haftnotiz 98: Vascoda und virtuelle Fachbibliotheken

Ich bin ja schon etwas erstaunt, über das relativ große Interesse an meiner Meinungsäußerung zu Vascoda un den virtuellen Fachbibliotheken. Natürlich hat Michael Hohlfeld Recht, wenn er in seinem Kommentar bei Lesewolke klarstellt, dass das Vascoda-Portal bereits länger abgeschaltet ist und der Verein im Nachhinein aufgelöst werden soll. Aber um diese Details ging es mir auch nicht.

Vielleicht wurde es in meiner Meinungsäußerung nicht so deutlich. Im alten Vascoda-Portal musste man immer ziemlich oft hin- und herklicken, bis man einen Hinweis fand, in welcher Virtuellen Fachbibliothek man für das eigene aktuelle Thema suchen könnte. Allein diese „Auswahl der ViFa“ fand ich für den Benutzer recht umständlich und man benötigte Ausdauer. Ich erinnere mich auch, wie ich oft genug in „Klickschleifen“ – mir fällt kein anderes Wort dafür ein – herumirrte und nicht zu Recherchemasken kam. Ich kann mich irren, aber war da nicht auch eine Suche über die Fachportale?! Jedenfalls fand ich es nicht besonders gut nutzbar, d.h. es war für mich nicht intuitiv.

Man möge mich bitte nicht missverstehen: Ich finde es schade, dass es das Vascoda-Portal nicht mehr gibt. Das Portal erweckte den Eindruck, dass man zuviel auf einmal wollte. Ich bin wirklich kein Freund von Google. Aber der Suchmaschinen-Riese hat doch vorgemacht, was die Nutzer „wollen“: eine einzeilige Suchmaske, in der man alles eintragen kann, was man sucht. Die erweiterte Suchmaske von Google kenne ich natürlich, aber viele kennen und nutzen diese doch gar nicht.

Viele Studenten, an die sich die Virtuellen Fachbibliotheken doch wenden, kennen anscheinend diese nicht. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, wie ich oft genug Aussagen von Studenten zu hören und zu lesen bekomme, zu ihrem Thema gäbe es nichts.

Das mich bitte niemand falsch versteht. Ich finde die Arbeit der ViFas toll und nützlich. Ich frage mich aber auch, warum sie anscheinend nicht ausreichend genug bekannt sind: Gut, alle Bibliotheken müssen im Alltag immer und immer wieder darauf hinweisen. Aber ich möchte meinen Eindruck zur Diskussion stellen: dass die immer unterschiedlich aufgebauten ViFas nicht sehr dazu einladen, mit unterschiedlichen Virtuellen Fachbibliotheken zu arbeiten. Gut, wenn jemand ein bestimmtes Fach studiert, wird er nicht alle anderen ViFas benötigen, aber es würde bei Themenüberschneidungen von Fächern und Fragestellungen wohl dann doch notwendig. Wenn man sich bei einem Fachportal durchgebissen hat, kann man beim Nächsten wieder anfangen. Wieviele Benutzer werden dies tun? Und auf manchem Portal werde ich vom geballten Angebot überfordert. Da sind so viele Suchmöglichkeiten und Zusatzangebote …

Haftnotiz 98: Vascoda und virtuelle Fachbibliotheken

Bereits Anfang des Jahres wurde leider (!!!) das zentrale Rechercheportal der Virtuellen Fachbibliotheken in Deutschland abgeschaltet. In unserer Zeit, in der Internetnutzer schnell ungeduldig werden, wenn sie mit ein oder zwei Klicks nicht die gewünschte Information finden, war das Finden der richtigen Virtuellen Fachbibliothek über das zentrale Vascoda-Portal leider nicht selbsterklärend und erforderte Geduld. So wurde das zentrale Portal zur Recherche nach wissenschaftlichen Informationen zu einem „nur“ Blog bei WordPress. Die Virtuellen Fachbibliotheken existieren glücklicherweise noch – aber aus meiner beruflichen Erfahrung und Kontakt mit Studenten muß ich mich doch fragen, ob Vascoda oder die Virtuellen Fachbibliotheken wirklich ausreichend bekannt sind. Es wird so viel von Medienkompetenz bzw. den Digital Natives erzählt und geschrieben, die ganz selbstverständlich mit den neuen Medien aufgewachsen wären und sie ganz selbstverständlich beherrschen würden. Aber ist die Kompetenz relevante von unrelevanten Informationen zu trennen und wissenschaftlich verlässliche Quellen im Netz zu finden wirklich so selbstverständlich? Da habe ich doch meine Zweifel. Ich möchte damit wirklich nicht falsch verstanden werden. Es soll nicht hochmütig klingen, sondern ich möchte schlicht realistisch sein.

In den Virtuellen Fachbibliotheken werden Aufsätze aus Zeitschriften und Sammelwerken, Monographien, aber auch Online-Texte recherchierbar gemacht. Dann muß ich aber in der Praxis hören, es gäbe nichts zum gesuchten Thema 😦 – was schlicht nicht stimmt. Da muß ich sagen, Wikipedia zu nutzen und zu zitieren, reicht nicht aus. Zur Erinnerung für die, denen Vascoda bekannt ist und zur Neuentdeckung empfohlen, hier der Link auf die Übersichtsseite der Virtuellen Fachbibliotheken.

Virtuelle Fachbibliotheken in Vascoda

Aber was meinen Andere? Sollte man die Virtuellen Fachbibliotheken abschaffen – wegen Erfolglosigkeit bzw. Nichtbeachtung durch die Nutzer? Oder sollte man nicht ein Dennoch dagegensetzen und immer wieder darauf hinweisen?

Haftnotiz 43: Aufsätze zu Theologie und Friedensforschung

In meiner Hafnotiz 36 hatte ich ja bereits den allgemeinen Index theologicus vorgestellt. Zur Ergänung möchte ich heute auf den Online-Katalog der Bibliothek des Insituts für Theologie und Frieden in Hamburg hinweisen. Hier sind nicht nur Bücher im weitesten Sinne zum Themenkomplex Theologie und Friedensforschung, sondern auch Aufsätze aus Zeitschriften und Sammelwerken zu finden. Dies ist der entscheidende Vorteil im Vergleich zu allgemeinen Bibliothekskatalogen oder auch interdisziplinären Aufsatzdatenbanken, wie z. B. die IBZ, da hier sehr detailliert die unselbstständige Literatur, d.h. also die Aufsätze erschlossen sind.

Benutzerkatalog mit der Recherchemöglichkeit nach Aufsätzen aus Zeitschriften und Sammelwerken

Haftnotiz 40: Informationskompetenz

In der aktuellen Ausgabe von „Bibliotheksdienst“ 44 (2010) 3/4, S. 243 ist ein Hinweis auf das inzwischen etablierte Portal „Informationskompetenz. Vermittlung von Informationskompetenz an deutschen Bibliotheken“ abgedruckt. Bibliothekare, die in der Öffentlichkeitsarbeit bzw. Informationsveranstaltungen für Benutzer anbieten, können dort in den Schulungsunterlagen anderer Kollegen stöbern und diese Papiere auch herunterladen, um sie weiterzuverwenden. Dazu gehören Präsentationen, Ablaufpläne, Arbeitsblätter für die teilnehmenden Benutzer. Nicht überall muß das Rad neu erfunden werden!

Materialdatenbank zur Durchführung von Informationsveranstaltungen im Bereich Recherche an Bibliotheken und im Internet

Haftnotiz 36: Index theologicus – Aufsatzsuche in theologischen Zeitschriften

Heute ist ja nun Aschermittwoch … Was liegt näher als ein bibliothekarisches Angebot einmal näher vorzustellen, was sich mit theologischen Inhalten beschäftigt.

Der Index theologicus der UB Tübingen existiert zwar schon länger im Netz, aber ich finde, er ist noch viel zu unbekannt.

Datenbank zur Recherche nach Aufsätzen in theologischen Zeitschriften, Fest- und Kongreßschriften

Datenbank zur Recherche nach Aufsätzen in theologischen Zeitschriften, Fest- und Kongreßschriften

 Mir hat der Dienst schon oft genug sehr geholfen, um Fragen zur Theologie, Ethik und Moral zu klären. Oftmals ist der Index theologicus hilfreicher und aktueller im Vergleich zu der bekannten und kostenpflichtigen Datenbank Internationale Bibliographie der Zeitschriftenliteratur. Seit Anfang 2010 ist die IBZ ja nur noch über einen Server des Verlags abrufbar … Ich weiß ja nicht, welche Erfahrungen in anderen Bibliotheken gemacht wurden …

Jedenfalls ist der Index theologicus eine tolle Sache, denn hier werden mehr als 600 theologische Zeitschriften, Fest- und Kongreßschriften inhaltlich ausgewertet und bibliographisch erschlossen. Detaillierte Schlagwortketten weisen auf den Inhalt der Aufsätze hin.