Mark Brandis, Raumkadett: Verloren im All

Im zweiten Abenteuer wird der junge Raumkadett Mark Brandis in die neu gegründete Astronautenschule der VEGA aufgenommen. An seinem ersten Tag bringt man ihn mit den anderen Anwärtern zu einem Raumhafen an die französische Küste. Dort stehen zwei Raumschiffe bereit, die die neuen Kadetten mit erfahrenen Besatzungsmitgliedern zu einem Trainingsflug ins All bringen sollen. Auf dem Flug haben die Kadetten die Aufgabe Experimente durchzuführen. Jedoch werden die Neulinge im Labor durch einen unvorhergesehenen Vorfall vom Rest des Raumschiffs abgeschnitten. So ist Mark Brandis mit den anderen Kadetten auf sich allein gestellt. Sie wissen nicht, ob noch die Besatzungsmitglieder leben. So suchen sie vom Labor aus einen Weg, das führungslose Raumschiff zur Erde zurückzusteuern.

Wie bei der Originalserie „Mark Brandis“ gelingt die Umsetzung des Stoffes auch hier in bewährt guter Qualität: die Auswahl der Sprecher, das Sounddesign und die Musik sind gut. Zu Bedauern ist, daß die Produzenten im Unterschied zu der Originalserie darauf verzichtet haben, eine „Abspannmusik“ am Ende der Hörspiele vom Raumkadetten vorzusehen. Dies ist wahrscheinlich dem Umstand geschuldet, daß sich die Serie doch an Jugendliche richtet, für die die Auflistung der Namen der Sprecher wohl überflüssig ist.

2014 im Rückblick

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2014 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2014 etwa 1.800 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 30 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

In eigener Sache

Was ich bereits im letzten Jahr geschrieben hatte, möchte ich noch einmal für die hier erneuern, die noch immer meine alten Haftnotizen aufrufen: Ich werde nicht mehr zu bibliothekarischen Themen schreiben, da ich deswegen von einem Blogger aus der Archivwelt verunglimpft wurde, der sich auch für die Bibliothekswelt berufen fühlt zu schreiben und zu urteilen.

Ich habe zwar aktuell wieder aus dem Bereich Web 2.0 hervorragende Dinge gefunden, aber ich bin nicht bereit, sie mit jemanden zu teilen, der mich verunglimpft. Da ich aber auch nicht verteidigt wurde von meinen anderen Lesern, sehe ich mich nicht in der Lage zu bibliothekarischen Themen zu schreiben.

Mark Brandis, Raumkadett: Aufbruch zu den Sternen

Ich habe in den 70ern und 80ern die Bücher von Mark Brandis damals in der örtlichen Bücherei entliehen und gerne gelesen und als ich mehr per Zufall feststellte, daß die Bücher als Hörspiele neu veröffentlicht werden, griff ich gleich zu und war angenehm überrascht.

Dann kam von Interplanar, den Produzenten der Hörspiele, die Meldung 2015 die Originalserie zu beenden und bereits in diesem Jahr mit einem Prequel zu den Jugendjahren von Mark Brandis zu beginnen.

Es ist ein lachendes, aber auch ein weinendes Auge, was ich dabei habe. In der Originalserie sind liebgewonnene Charaktere bzw. Stimmen, die in einem perfekten Sounddesign und abgemischt mit hervorragender Musik ein hochwertiges Hörerlebnis abliefern. Und einige Bücher haben die Produzenten nicht umgesetzt bzw. einige leider nur auf einer CD verkürzt veröffentlicht. Die Produzenten haben ihre Gründe dafür zwar auf ihrer Internetseite erklärt, aber trotzdem ist es schade!

Nun habe ich mir die erste Folge der Prequel-Serie „Mark Brandis, Raumkadett: Aufbruch zu den Sternen“ angehört.

Venus - 3D Perspective View of Maat Mons

Venus – 3D Perspective View of Maat Mons          Credit: NASA Planetary Photojournal

 

 

Die Produzenten der Orignalserie halten beim neuen Prequel das hohe Niveau in jeder Hinsicht. Zu Beginn wird der jugendliche Mark Brandis mit seiner von ihm angehimmelten Freundin Nina vorgestellt. Brandis hat sich von Nina überreden lassen, in eine Einrichtung der ESA einzubrechen. Dabei werden sie allerdings erwischt und Mark kommt auf eine „schwarze Liste“ der ESA, dass er für eine etwaige Ausbildung als Astronaut ungeeignet ist.

Mark läßt sich aber nicht beirren und schleicht sich als blinder Passagier auf das Transportschiff „Barbarossa“. Algen sollen auf die Venus transportiert werden, um Sauerstoff dort zu produzieren, die es ermöglichen den Planeten zu besiedeln. Die Navigatorin entdeckt Mark allerdings in einem Schrank und bringt ihn zum Captain Nelson. Der hat allerdings aus Prinzip etwas gegen blinde Passagiere und will ihn auf dem Rest der Reise nicht mehr sehen.

Auf dem Weg zur Venus macht die „Barbarossa“ aber Station auf der Gefängnisplattform „Thora“. Dort ist Thorben Wallis, der Gründer der Reinigenden Flamme inhaftiert. Mit seinem Schicksal will dieser sich aber nicht abfinden …

Ein vielversprechende Auftaktfolge für die neue Serie „Mark Brandis, Raumkadett„! In dieser Folge wird schnell deutlich, dass die zwei Machtblöcke EAAU, die Union, und die Vereinigten Orientalischen Republiken, die Republiken, noch nicht gebildet wurden. Die Venus ist noch nicht besiedelt und die Raumfahrtbehörde VEGA ist in ihrer Gründungsphase. Genug Potential, um viele interessante und spannende Geschichten zu entwerfen und zu erzählen.

Mark Brandis: Metropolis-Konvoi – Hörspielrezension

Im vorhergehenden Hörspiel „Ikarus, Ikarus …“ wurde im letzten Moment der Asteroid Ikarus in der Erdatmosphäre zerstört. Zwar konnte dadurch der Einschlag verhindert werden, aber der Staub des Asteroiden verteilte sich in der Atmosphäre rund um den Erdball. Weil der Staub den Regen und damit die Ernten ausfallen ließ, führte dies zu einer Verknappung der Lebensmittel.

Metropolis, die Hauptstadt der Union, hat durch ihre geografische Lage im Atlantik, keine eigenen Ressourcen. In dieser verzweifelten Lage verfolgt Mark Brandis die Spur einer alten Geschichte. Im Bürgerkrieg soll vom General ein riesiges Lebensmittellager auf dem Merkur für den Kriegsfall angelegt worden sein – nur ob es wahr ist oder ein Mythos?

Merkur Credit: NASA

Merkur
Credit: NASA

So macht sich Brandis mit Frachtschiffen und seiner kleinen Flotte der Raumnotretter auf den Weg, ohne zu wissen, ob sie Erfolg haben werden. Die gesellschaftliche Ordnung droht inzwischen in Metropolis auseinanderzubrechen. Und der Lebensmittelkonvoi weckt Begehrlichkeiten von anderen Hungernden, denn die Nachricht vom Konvoi bleibt natürlich nicht geheim. Die Venus-Kolonie, die die Lebensmitteknappheit auch zu spüren bekommen hat, ist darauf aus, den Konvoi zur Venus umzuleiten. Zudem droht das Weltraumphänomen der Goldonischen Sperre dem Konvoi die zeitige Rückkehr zur Erde zu versperren.

 

Hier der Link auf die betreffende Seite der Produzenten mit einem Trailer des Hörspiels.

 

Eine weitere Folge der auf hohem Niveau produzierten SF-Serie nach der gleichnamigen Jugendbuchreihe. Leider wurde das Potenzial der Romanvorlage für eine ausführlichere Umsetzung nicht genutzt. Spannende Szenen der Rückreise des Konvois, wie er angegriffen und die freie Passage in der Goldonischen Sperre sucht, werden von einer Person nur indirekt geschildert, was mit psychodelischer Musik unterlegt wurde. Was bei einigen vorhergehenden Hörspielen der Reihe von einigen Kritikern vorgeworfen wurde, die Geschichte auf zwei CDs in die Länge gezogen zu haben, kann und muß ich leider diesmal entgegengesetzt kritisieren: Ich hätte mir mehr Mark Brandis gewünscht.

Gastbeitrag: „Bob, der Streuner“ – Buchkritik

BobZu Weihnachten bekam ich – wie gewünscht – die deutsche Ausgabe von Bob, dem Streuner. Inzwischen habe ich es gelesen. Ausgelesen, um genau zu sein. Und beim Zusammensuchen der Tags/Kategorien stellte ich fest – es fällt mir schwer, dazu zu schreiben. Schwerer als gedacht, dabei wollte ich doch gern mal wieder etwas zum Leben in diesem Blog beitragen. Nun wird dies halt eine weniger positive Kritik – darf auch mal sein, schätze ich. Weiterlesen

Der verzauberte Turm – Gesellschaftsspielrezension

Winterzeit ist auch Gesellschaftsspielezeit. Es gibt natürlich diverse Brettspiele für Erwachsene, wo die Spielregeln schwierig sind und einen Einstieg in den Spielespaß erschweren. Deshalb möchte ich ein Kinderspiel an dieser Stelle präsentieren, was uns im Praxistest Spaß gemacht hat, obwohl wir keine Kinder in der Runde hatten.

Bei „Der verzauberte Turm“ geht es darum, dass die Prinzessin vom bösen Zauberer Rabenhorst in einem Turm im verwunschenen Wald eingeschlossen hat. Den Schlüssel zum Turm hat er im Wald versteckt. Das Spiel ist für 2-4 Märchenfreunde gedacht. Ein Mitspieler übernimmt die Rolle des bösen Zauberers Rabenhorst. Die Anderen treten als Gruppe für den Helden Robin an, der die Prinzessin aus dem verschlossenen Turm befreien möchte. Im Spielekarton bleibt das Spielbrett, auf dem die Wege durch den Wald eingezeichnet sind. Allerdings befinden sich auf den verschiedenen Wegen Löcher im Boden, die durch Symbolplättchen abgedeckt werden. Der Mitspieler „Rabenhorst“ versteckt den Metallschlüssel geheim unter einem der Symbolplättchen. Seine Figur muß allerdings einen weiteren Weg durch den Wald zurücklegen als die Figur von Robin, der nur auf gut Glück durch den Wald streiben kann, um den Schlüssel zu finden.

Da beide Spielfiguren mit einem Magneten im Fuß ausgestattet sind, wird der Schlüssel von Einem gehoben und er hat die Möglichkeit eines der fünf Schlößer am Turm ausprobieren. War es das richtige Schloß, springt die Prinzessinnen-Figur aus dem Turm. Wenn nicht, muß das Team Robin und Rabenhorst wieder an den Start zurück. Der Zauberer versteckt für die nächste Runde den Schlüssel erneut.

Das Familienspiel ist für Kinder ab 5 Jahren geeignet, aber eine lockere Freundesrunde wird auch ihren Spaß haben. Das Spiel ist sehr schön gestaltet und hat den Preis „Kinderspiel des Jahres 2013“ gewonnen.